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Über Ressourcen, Priorität und die Ausbildung deines Pferdes.

Heute geht es mal nicht um eure Pferde. Heute geht es um euch, um mich, um uns alle, denn ich glaube was diese eine Sache angeht, sitzen viele von uns im selben Boot.

Kennst du dein Wort?

Wenn ich mir ein Wort zuweisen müsste, dann wäre es „Überforderung“. Eigentlich fühle ich mich ständig überfordert. Wie ein Artist, der mit zu vielen Bällen jongliert und bei dem nur eine einzige Unachtsamkeit ausreicht, um alle seine Bälle, die er mühsam in der Luft zu halten versucht, auf ihn niederprasseln lässt. Das liegt einerseits an meiner Eigenschaft ständig an mir zu zweifeln und zu denken, ich sei nicht gut genug und würde bei dem was ich tue sicher versagen. Dadurch wird fast jedes Projekt zu einer mentalen Herausforderung.

Andererseits liegt es aber auch an der Tatsache, dass ich viel zu viele Dinge auf meiner Agenda habe. Und damit meine ich nicht nur die beruflichen. Die Anzahl der Dinge, die ein normaler Mensch am Tag oder in einer Woche erledigen muss, ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich angewachsen. Wenn ich den paradiesischen Zustand meiner Kindheit und Jugend (Schule, ein oder zwei Hobbys, Freunde treffen, fertig) mit dem aktuellen Zustand vergleiche, dann liegen dazwischen Welten, nein ganze Universen. Es gibt so viele Dinge, die in einem Tag untergebracht werden müssen, dass kaum Zeit zum Luftholen bleibt.

Hand auf´s Herz und Hosen runter

Mal ganz ehrlich: Wie viele von euch können trotz allem Negativen die Pandemie-Zeit auch irgendwie genießen, weil sie euch dazu zwingt, mal einen Gang runter zu schalten? Dadurch, dass man fast nix machen darf, ist plötzlich sehr viel mehr Zeit als sonst zur Verfügung und alles geht ja auch ruhiger und langsamer von statten. Also mir geht es auf jeden Fall so und ich fühle mich wirklich sehr dumm, dass ich offensichtlich eine solche Ausnahmesituation brauche um zu erkennen, dass ich in manchen Dingen gehörig auf dem Holzweg bin. Meine ursprüngliche Vorgehensweise bestand darin, möglichst viel zu tun, in einen möglichst geringen Zeitraum möglichst viele Dinge zu stopfen, schnell zu arbeiten, effektiv zu arbeiten um die so gewonnene zusätzliche Zeit, für das nächste Projekt nutzen zu können. Ein reiner Irrsinn. Ich glaube zwar schon, dass ich dieses System nahezu perfektioniert habe, aber der Preis ist das ständige Gefühl der mentalen und physischen Überforderung.

Ein anderer blöder Nebeneffekt ist der, dass ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich mal nichts tue. Denn eigentlich könnte ich diese Zeit ja sinnvoller nutzen. Putzen oder aufräumen oder die Hunde bürsten oder das Regal anbringen dessen Einzelteile seit Monaten auf eine Zusammenfügung warten oder die Krusche-Kiste im Stall aussortieren oder den Online-Kurs anfangen oder den ich schon seit vier Monaten bezahle oder die Sport-App nutzen (auch seit fast nem halben Jahr bezahlt und nie genutzt) oder den neuen Drucken mal so gut kennen lernen, dass er auch druckt, wenn ich das möchte, oder meine Kollegin aus der Ausbildungszeit anrufen ( denn das planen wir seit ca. anderthalb Jahren) oder, oder….

Die Liste ist endlos. Meine Ressourcen, die zeitlichen, die mentalen und die körperlichen hingegen sind endlich und begrenzt, und wenn es nicht gelingt, ein sinnvolles und ausgewogenes Miteinander von Aufgaben und Ressourcen zu etablieren, dann gerät das ganze System in Schieflage. So wie bei mir.

Mein innigster Wunsch ist es, endlich mal „fertig zu sein“. Dieses Gefühl zu haben wie früher wenn ein Tag zu Ende war: Alles erledigt zu haben. Fertig zu sein. Glücklich und zufrieden und sich entspannt zurücklehnen zu können, in dem guten Gefühl, den nächsten Tag bei Null beginnen zu können. Und nicht mit einer Liste voller Dinge, die schon seit Tagen, Wochen oder noch viel länger auf ihre Erledigung warten. Diese Liste wird aber niemals vollständig abgearbeitet sein, solange ich nicht damit aufhöre, andauernd neue Punkte hinzuzufügen.

Durch die Corona-Zwangspause habe ich folgendes verstanden: wenn ich nicht anfange, meine Zeit als begrenzt wahrzunehmen (denn das ist sie!) und sie wertvoller und nicht so inflationär zu verbrauchen, dann kippe ich vermutlich mit 70 (wenn`s gut läuft) vom Stuhl, begleitet von dem Gefühl nie angekommen zu sein.

Anzukommen ist eine Entscheidung

Viele von uns streben so sehr nach Dinge oder Zuständen, dass sie vergessen, wer letztendlich darüber bestimmt, ob sie sich angekommen fühlen oder nicht. Das Gefühl des „Fertig seins“ und zwar im positivsten aller Sinne, des „Angekommen seins“ kann nur aus uns selbst heraus entstehen. Und man kann sich durchaus angekommen fühlen, obwohl noch diverse Dinge auf der To-do-Liste nicht abgehakt wurden. Nicht fertig zu sein heißt nicht, unfertig zu sein.

Was es aber braucht ist ein verantwortungsvoller und sehr realistischer Umgang mit der eigenen Zeit und den Prioritäten die man setzt.  Und bevor man sich neue, tolle Ziele setzt, die meist damit einhergehen, dass man etwas Zusätzliches tut (mehr Sport, mehr lesen, den neuen Online-Kurs, …) wäre es doch mal klug, Dinge auszusortieren, die man nicht mehr machen möchte. Nur dann haben neue Aufgaben und Ziele auch die Chance, dauerhaft etabliert und erreicht werden zu können.

Was sind deine Prioritäten?

Stellt euch euer Leben wie einen Kleiderschrank vor. Bevor ein neuer Pullover einziehen kann, muss ein alter rausfliegen. Wer diese Regel beherzigt, hat immer genug Raum für neue Dinge. Deshalb stellt euch folgende Fragen:

  • Was tue ich nur „weil man es so macht“?
  • Auf was möchte und kann ich gut verzichten?
  • Was macht mir schon lange keinen Spaß mehr?
  • Was hingegen ist mir wirklich wichtig?
  • Was macht mich glücklich und muss bleiben?
  • Was möchte ich schon lange tun, habe es aber noch nicht in Angriff genommen?

Wer sich diese Fragen ehrlich beantwortet, bekommt schon mal einen guten Richtungsweiser für kommende Entscheidungen. Bevor du weiter liest, erstelle doch deine eigenen TOP 5 der Dinge, die für dich absolute Priorität haben oder haben sollten und dann kannst du schauen, wie viel Zeit du ihnen bereits widmest oder ihnen in Zukunft widmen möchtest.

Von Trensen und Online-Kursen

Heutzutage möchte jeder etwas verkaufen. Solange es um Equipment geht, fällt uns als Konsumenten die Entscheidung relativ leicht: Wir kaufen, wir haben. Fertig. Die neue Trense fordert von uns nicht viel mehr, als dass wir sie ab und zu putzen. Über eine monetäre Investition unsererseits geht es bei einem solchen Kauf oft nicht hinaus, denn die Trense macht ihren Job von nun an alleine.

Geht es allerdings um Wissen oder um Fähigkeiten, sieht die Sache schon etwas anders aus. Bücher, Online-Kurse, Selbstlern-Workshops oder auch das Kreis-Meister-Konzept verlangen von uns, dass wir sie lesen, uns mit Ihnen beschäftigen, sie anwenden und das Gelesene üben. Das braucht Zeit. Und schon schließt sich der Kreis, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass es ganz vielen von euch so geht, wie mir: zu viele Punkte auf der Liste, ständig mit zu vielen Bällen am Jonglieren und immer an der Grenze zwischen Überforderung und Nervenzusammenbruch. Da bleibt wenig bis gar keine Zeit für eine intensive Lernerfahrung.

Deshalb kann ich jeden völlig verstehen, der es sich fünf bis zwölfmal überlegt, ob er ein Wissen- oder Lehrprodukt kaufen soll. Geht mir ganz genauso und meine Erfahrung mit der Sport-App spricht ja auch für sich.

Vertraust du mir?

Rate ich euch deshalb generell vom Kauf des Kreis-Meister-Konzepts ab? Nein, natürlich nicht, aber ich möchte, dass ihr zuvor eure Prioritäten und eure Kapazitäten prüft.

  • Priorität: Ist mir die Ausbildung meines Pferdes so wichtig, dass sie es in meine TOP 5 (siehe oben) geschafft hat?
  • Kapazität: Habe ich die Zeit, die es braucht um der Sache gerecht zu werden?

Wenn auch nur eine dieser beiden Antworten „nein“ lautet, dann ist eure Entscheidung, das Kreis-Meister-Konzept nicht zu kaufen goldrichtig. Denn es würde nur ungenutzt im Regal liegen und dann könnt ihr dieses Geld wirklich besser in tolles Futter, eine neue Winterdecke oder einen passenden Sattel investieren. Investiert nur Geld in euer Pferd, von dem es auch etwas hat. Das meine ich ganz ernst!

Wenn ihr allerdings beide Fragen mit „ja“ beantwortet habt, dann müsst ihr das Kreis-Meister-Konzept kaufen, denn es wird euer Leben und die Ausbildung eurer Pferde in doppelter Weise leichter machen.

Zu Frage 1: Ist mir die Ausbildung meines Pferdes so wichtig, dass sie es in meine TOP 5 (siehe oben) geschafft hat?

Wenn du dein Pferd nachhaltig ausbilden möchtest, dann hilft dir das Kreisi ohne Wenn und Aber dabei. Es erklärt dir

  • das Warum: Die Biomechanik zur Gesunderhaltung
  • das Wie: Die Hilfengebung und die einzelnen Lernschritte und
  • das Womit: das Wesentliche zur Reitlehre und ganz konkrete Übungen passend für jedes Ausbildungsniveau.

Es bietet dir außerdem

  • Lösungen aus der Krise,
  • es führt jedes deiner Probleme auf seine Ursache zurück und
  • hilft dir dabei, die passende Lösung zu finden.

Das alles mit einem einfachen Schritt für Schritt System, dass euch beide spielerisch und wie von selbst die Ausbildungsleiter herauf klettern lässt.

Zu Frage 2: Habe ich die Zeit, die es braucht um der Sache gerecht zu werden?

Jetzt kommt die richtig gute Nachricht! Das Kreis-Meister-Konzept geht mit deiner kostbaren Zeit sehr bewusst um. Durch die logischen und kleinen Lernschritte, ist dein Pferd in der Lage, die Übungen schneller und effektiver zu verstehen und besser umzusetzen. Das Gelernte prägt sich durch die Arbeit im Meisterkreis sehr gut ein und ist so dauerhaft abrufbar.

Ich weiß, es hat einen komischen Beigeschmack, wenn man in der Pferdeausbildung von „schnell“ spricht. Tatsache ist aber, dass eine Ausbildung, die keinen systematischen Aufbau hat, dem Pferd mental und körperlich Schwierigkeiten bereitet, und Lernerfolge deshalb länger auf sich warten lassen. Auch ist unstrukturiertes  Ausbilden ohne roten Faden und sinnvolle Zusammenhänge die häufigste Ursache für den frühen und unnötigen Verschleiß unserer Pferde. Mit dem Kreis-Meister-Konzept holst du auf pferdegerechte und motivierende Art das Beste aus eurer gemeinsamen Zeit heraus und ihr werdet sehr schnell eure Erfolge erkennen.

In der Theorievermittlung fokussiert sich das Kreis-Meister-Konzept auf das Wesentliche. Du musst keine unzähligen Stunden damit verbringen dicke Bücher zu wälzen. Alles was du brauchst findest du im Kreis-Meister-Guide, der dir das Fachwissen anhand von vielen Bildern und Grafiken leicht verständlich und sehr anschaulich vermittelt. So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Auf den Punkt eben.

Danke für deine Zeit

Ich weiß, Lesen ist oldschool und deshalb freue ich mich umso mehr, dass du meinen Gedanken bis zum Ende gefolgt bist. Was du daraus machst, bleibt ganz und gar dir selbst überlassen. Vielleicht habe ich etwas angestoßen, vielleicht auch nicht. Wie auch immer, ich wünsche mir, dass du das Lesen des Artikels als eine wertvolle „Zeitverschwendung“ ansiehst. ;-)

Ganz herzliche und achtsame Grüße

Deine Tine

Liebe Grüße
Eure Tine


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Von |2021-01-27T11:11:56+01:00Januar 26th, 2021|Besser reiten mit Tine, Kreis-Meister-Konzept|0 Kommentare

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