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Bring das Training mit deinem Pferd aufs nächste Level!

Heute fühle ich euch auf den Zahn, denn ich will von euch wissen, wie planvoll und strukturiert euer Training ist. Schnappt euch einen Stift und ein Blatt Papier, denn es gibt jede Menge Fragen zu beantworten! ;-)

Hast du im Training mit deinem Pferd ein bestimmtes Ziel?

Ein Konzept ist laut Definition ein Programm für ein Vorhaben. Ich liebe diese Erklärung, denn sie bringt es kurz und knackig auf den Punkt. Und sie macht auch klar, was wir als allererstes brauchen: Ein Vorhaben oder ein Ziel. Kannst du sofort beantworten was aktuell dein großes Ziel mit deinem Pferd ist? Dann schreib es auf! Wenn du länger darüber nachdenken musst, dann nimm dir die Zeit.

Um ein Ziel zu erreichen gibt es grundsätzlich immer mehrere Wege. Selbstverständlich kann man ins Blaue hinein agieren und einfach mal schauen, was so passiert. Das ist sicher zunächst eine sehr entspannte Methode, die erst einmal wenig Vorausschau oder Eigeninitiative erfordert. Bei genauerer Betrachtung fehlen aber hier wichtige Parameter und die Gefahr des Nichterreichens des eigenen Ziels ist auf diese Art und Weise doch recht hoch.

Wer schlau ist, plant das Training mit seinem Pferd!

Unmittelbar nachdem du dir ein Ziel gesteckt hast, tauchen unweigerlich jede Menge Fragen auf und dabei ist es völlig wurscht ob du ein Haus bauen möchtest, eine Weltreise planst oder eben dein Pferd ausbilden möchtest. Ich habe mal die wichtigsten Fragen für dich zusammengefasst:

  1. Wo möchte ich hin/was möchte ich erreichen? -> Definiere dein konkretes Ziel
  2. Aus welchen Bestandteilen besteht mein Ziel? -> Definiere alle dazugehörigen Bausteine
  3. Wo befinde ich mich aktuell? -> Bestimme die Ausgangssituation
  4. Was fehlt mir zu meiner Zielerreichung, welche Bausteine (aus 2) muss ich erarbeiten? -> Definieren Zwischenschritte/Zwischenzielen
  5. Wie/Womit kann ich diese Fähigkeiten erlangen/erlernen? -> Benenne konkrete Tools oder Übungen zur Erreichung deiner Zwischenziele
  6. Wer kann mich dabei unterstützen? -> Menschliche oder technische Hilfe auf dem Weg zu deinem Ziel
  7. Woran erkenne ich, ob und wann ich mein Ziel erreicht habe? Kontrollparameter definieren

Wenn du dir solche Fragen stellst, beginnst du planvoll vorzugehen um dein Ziel zu erreichen. Und wenn du dir diese Fragen nicht nur stellst, sondern auch beantwortest, dann erarbeitest du dir bereits ein Konzept zur Zielerreichung. Ein Programm für ein Vorhaben. Also los, nimm dir deinen Stift und beantworte die Fragen von eins bis sieben für dich und dein Pferd!

Dein Werkzeug für ein strukturiertes und zielorientiertes Training

Hier entlang

Ein Beispiel aus der Reitpraxis zum leichteren Verständnis

Für den Fall, dass du bei der ein oder anderen Frage unsicher bist, lass uns gemeinsam einen Fall durchspielen:

1. Definition eines Konkreten Ziels: Das große Ziel könnte z. B. der Außengalopp sein.

2. Dann gilt es, die einzelnen Bausteine (also Fähigkeiten) zu benennen, die du UND dein Pferd für einen guten Außengalopp benötigt:

Deine Haltung auf dem Pferd muss ausbalanciert sein und deine Hilfen fein und zügelunabhängig. Und zwar in jeder Sekunde, bei jeder Bewegung und auf egal welcher Linie. Deine Körperhaltung passt sich immer den jeweiligen Gegebenheiten an. Du darfst nicht darüber nachdenken müssen, wo du zu sitzen hast, wie dein Becken positioniert sein muss, wohin dein Oberkörper rotieren muss, in Richtung welchen Knies deine Energie fließt und welcher Gesäßknochen wann vorne ist. Denn wenn du über all das erst nachdenken musst, bist du erstens immer zu langsam und zweitens machst du es deinem Pferd enorm schwer in dieser anspruchsvollen Übung seine eigene Balance zu finden, zu halten und somit losgelassen galoppieren zu können.

Deine eigene Koordination muss so gut sein, dass du mit deinem Körper zur gleichen Zeit unterschiedliche Signale geben kannst, die sich gegenseitig nicht widersprechen. Ganz konkret: Du musst mit feinen Hilfen eine Rechtsbiegung im Pferd herstellen und trotzdem linksherum reiten können. Und zwar OHNE Zügeleinsatz!

Dein Pferd benötigt definitiv schon ein gewisses Maß an Durchlässigkeit. Kannst du z. B. im Trab auf die Mittellinie abwenden, dort zunächst rechts angaloppieren, kurz vor X zum Trab durchparieren um danach links anzugaloppieren?

Bei deinem Pferd sollte bereits eine gewisse Versammlungsfähigkeit und Kraft vorhanden sein. Funktionieren z. B. einfache Galoppwechsel? Oder zumindest weiche und leicht gesetzte Galopp-Trab-Übergänge? Kannst du im Galopp mit dem Rhythmus spielen? Aus eurem gemeinsamen Arbeitstempo verlängerst du den Raumgriff für 5 – 7 Sprünge, dann fängst du den Galopp wieder sanft ein, 4-5 Sprünge galoppiert ihr nun etwas gesetzter, um danach wieder frisch nach vorne zu galoppieren. Funktioniert das  weich und harmonisch ohne den Zügel zu benutzen? Oder ist das Sprünge verlängern kaum zu erkennen und das Zurückführen hart und ohne Zügel nicht möglich?

Du musst in der Lage sein, dein Pferd korrekt zu biegen. Also mit diagonalen Hilfen, vom inneren Schenkel an den äußeren Zügel heran. Die Biegung deines Pferdes geht dann gleichmäßig  von den Ohren bis zur Schweißrübe und du kannst jederzeit mit dem inneren Zügel überstreichen.

3. Was davon klappt schon mit deinem Pferd?

Hier geht’s darum, ehrlich mit zu sein. Wer sich die ganze Sache jetzt schönredet, landet schnell an seinen Grenzen und verspielt vielleicht das Vertrauen seines Pferdes, denn unvorbereitet in eine Übung zu starten und dann zu merken, dass man doch etwas zu optimistisch war, endet in den meisten Fällen unschön, mit harten Hilfen, schlecht gemanagten Linien und meist muss das Pferd die Fehlplanungen den Menschen ausbaden.

Wer allerdings zu tief stapelt und sich oder sein Pferd zu schlecht bewertet, der wird vielleicht nie dort ankommen wo er oder sie hinmöchte.

Es ist ja relativ leicht, die eigenen Fähigkeiten einzuordnen, wie sieht es aber mit den Fähigkeiten deines Pferdes aus? Du bist dir unsicher, ob dein Pferd die Anforderungen erfüllt? Dann habe ich hier ein paar JA oder NEIN Fragen für dich vorbereitet. Vielleicht hilft dir die Beantwortung dabei, klarer zu sehen:

  1. Dein Pferd reagiert so gut auf deine Hilfen, dass es immer im richtigen Galopp anspringt.
  2. Du kannst es mit deinen Hilfen unabhängig von Bande und Hand navigieren, also z. B. konstant auf dem zweiten Hufschlag galoppieren, ohne dass es nach außen oder innen driften
  3. Dein Pferd lässt sich auf der Geraden (z. B. auf der Mittellinie) in Rechtsstellung genauso wie in Linksstellung reiten, ohne zu schwanken, im Genick zu verkippen, den Hals zu verkürzen oder Takt und Losgelassenheit zu verlieren.
  4. Dein Pferd galoppiert sicher und taktrein im Handgalopp.
  5. Du kannst Galopp-Trab Übergänge nur am Sitz reiten.
  6. Du kannst den Galoppsprung deines Pferdes über den Sitz aufnehmen und auch wieder verlängern.
  7. Du kannst auf beiden Händen im Galopp auf dem Zirkel mit der inneren Hand überstreichen, ohne dass dein Pferd seine Hals- und Kopfhaltung verändert.
  8. Du kannst eine Kurzkehrtwendung reiten.

Wie viele der Punkte konntest du mit JA beantworten und bei wie vielen musstest du ehrlich eingestehen, dass es nicht oder nicht richtig funktioniert? Das Ergebnis sollte dich – je nachdem wie die Quote ausfiel – auf keinen Fall frustrieren, denn erstens hast du einen ganz wichtigen Schritt auf dem Weg zu deinem Ziel gemacht: Du hast euer gemeinsames Ziel festgelegt und du hast auch gleich schon herausgefunden, was bereits funktioniert. Klar, ein paar Lücken hast du sicher auch aufgedeckt, aber da du dich bereits mittendrin im konzeptionellen Arbeiten befindest, ist die Lösung greifbar nah!

4. Was fehlt euch noch?

Wenn du bei Frage 2 eine vollständige Liste erstellt hast und bei Frage 3 ehrlich warst, dann musst du jetzt nur noch aufschreiben, was übrig geblieben ist.

5. Jetzt wird’s spannend: Womit kann ich meine Trainingslücken schließen?

Hier ordnen wir den einzelnen Bausteinen, die in Frage Nr. 4 übrig geblieben sind, ganz gezielt Übungen und Aufgaben zu. Wie kann ich z. B. meine Haltung auf dem Pferd verbessern? Wie wird meine Hilfengebung feiner? Welche Übung verhilft meinem Pferd zu mehr Kraft? Wie überprüfe ich die Durchlässigkeit meines Pferdes und was kann ich tun um diese zu verbessern? Ein paar Übungen und Übungsfolgen für dein Pferd habe ich im Text ja bereits beschrieben, hier sind noch einige Anregungen für dich:

Um deine Haltung zu überprüfen, lässt du dich am besten einmal filmen und zwar von der Seite UND von vorne (oder von hinten). So kannst du erkennen, wo der nötigste Handlungsbedarf besteht. Und dann geht’s auf den Ball oder auf Balanceboards. Als Vorbereitung zur professionell begleiteten Sitzschule, ermöglichen dir solche Tools eine enorme Verbesserung in kürzester Zeit, ohne dein Pferd damit belasten zu müssen.

Wenn es um feine Hilfengebung geht, dann geht’s zunächst mal ums Verstehen. Jede Hilfe muss klar, fein und zügelunabhängig sein. Sie muss für das Pferd Sinn ergeben und umsetzbar sein. Du musst in jeder Sekunde genau wissen, wann du welches Signal mit welchem Teil deines Körpers geben musst. Und auch wann es mal darum geht still zu sein, die Hilfen schweigen zu lassen. Stell dir dein Reiten wie ein Gespräch vor. Du möchtest auch nicht unentwegt von deinem Gegenüber zugelabert werden, dann schaltet man nämlich ganz schnell ab. ;-)

Das PLUS dieser Methode für dich und dein Pferd

Konzeptionelles Arbeiten bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Der Allerwichtigste für mich ist die intensive Auseinandersetzung mit einer Sache. Ganz und gar in etwas hinein zu tauchen, die Zusammenhänge zu benennen, um zu verstehen, welche Einzelbausteine man erarbeiten muss. Wenn du dich so mit einer Aufgabe auseinandersetzt,  lernst du ganz schnell, dein großes Ziel in viele kleine Zwischenziele herunter zu brechen. Und es ist dabei völlig egal, welche Übung oder Lektion du dir zum Ziel gesetzt hast: wenn du sie in immer kleinere Einzelschritte zerlegst, kannst du

  1. viel besser erkennen, welche Fähigkeiten ihr bereits besitzt,
  2. viel besser erkennen, welche Fähigkeiten euch noch fehlen,
  3. diese fehlenden Bausteine nochmal herunterbrechen, um sie bestimmten Übungen zuzuordnen

Schneller mit deinem Pferd ans Ziel

Mir ist schon klar, dass das Wort „schnell“ im Zusammenhang mit der Ausbildung des Pferdes nicht gerne benutzt wird. Weil es oft damit gleichgesetzt wird, dass man huddelt, Abkürzungen nimmt oder  pferdeunfreundlich trainiert. Das meine ich aber ganz und gar nicht! Ich interpretiere  „schnell“ ganz klar im Sinne von „ effektiv“. Ohne Umwege und langatmige Trainingsetappen. Genauso wie wir es in unseren Workouts machen. Wenn ich mehr Bauchmuskeln haben will, dann mache ich Crunches oder alle möglichen Varianten der Plank, ich laufe aber nicht stundelang im Kreis. Und wenn mein Training effektiv ist, also zielgerichtet, dann kommen auch die Erfolge schnell und ich erreiche in kürzerer Zeit mein gestecktes Ziel.

Leider wird in der Pferdeausbildung noch immer viel zu oft plan- und ziellos trainiert und dabei passiert genau das: Es werden unzählige Kilometer in der Bahn geritten, ohne wirklich effektiv trainiert zu haben. Im Gegenteil, meistens befinden wir uns dann sogar eher im Bereich „Verschleiß“.

Dein Werkzeug um ziel- und planloses Reiten zu beenden

Hier entlang

Da fehlt doch was!

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass die Fragen 6 und 7 noch gar nicht beantwortet wurden.

Natürlich ist die Topantwort für Frage 6: Deine Reitlehrerin! Sie kann dich a.) bei all deinen Plänen mit ihrem Fachwissen unterstützen und b.) ist sie natürlich auch dein Feedbackgeber, ob und wann alles gut läuft.

Was aber, wenn dir nicht regelmäßig eine Reitlehrerin zu Verfügung steht? Wer unterstützt dich dann bei deinem Vorhaben? Wer erklärt dir, welche Übungen du brauchst, um die Voraussetzungen bei deinem Pferd zu verbessern? Mit welchen Lektionen erhöht man die Duchlässigkeit, mit welchen die Kraft, wie mobilisiert man die Hinterhand nachhaltig und wie verbessert man die Balance auf der gebogenen Linie? Fragen über Fragen, die dich vielleicht erschlagen wenn du alleine bist und dafür sorgen, dass du dein Projekt schon gleich einstampfst bevor es überhaupt richtig losgegangen ist.

 

Die Lösung

Natürlich wirst du jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, denn es gibt für alles eine Lösung und deine könnte das hier sein: Das Kreis-Meister-Konzept!

Das KMK beantwortet dir genau die Fragen, die wir vorhin aufgeworfen haben und es bietet dir eine Fülle von Übungen mit den unterschiedlichsten Inhalten.

Der Meister-Kreis hilft dir zu erkennen, ob eine Übung gut funktioniert oder nicht. Er zeigt dir sofort wann sie aus dem Ruder läuft – er ist also dein ständiger Feedbackgeber. Zugegeben, das kann am Anfang schon etwas frustrierend sein, denn der Kreis ist unbestechlich und gnadenlos und hat auch mir schon so manchen Fluch entlockt! Aber er zeigt dir eben auch sofort, wenn du etwas richtig machst und das ist nicht nur super hilfreich, sondern sorgt auch für unfassbar viele motivierende Momente.

Wenn mal etwas schief läuft, kannst du im Kreis-Meister-Guide auf Ursachenforschung gehen, denn dort findest du die Erklärungen warum eine Übung noch nicht so richtig klappt und mit welcher anderen Übung du deine Fähigkeiten und die deines Pferdes verbessern kannst.

Da diese Übungen alle logisch aufeinander aufbauen, hast du mit dem KMK ein ganz tolles Konzept an der Hand, dass dir bei der Erreichung deiner großen Pläne und Ziele hilft und dich tatkräftig unterstützt, ganz gleich auf welchen Level du einsteigst.

Neugierig geworden? Dann schau doch einfach mal hier, da findest du noch mehr Infos!

So, das war eine Meeeenge Text für heute! Ich danke dir sehr, dass du mir bis zum letzen Buchstaben gefolgt bist, hoffe, ich konnte dir ein paar Ideen für das Training mit deinem Pferd geben und wünsche  noch eine schöne Woche!

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Eure Tine


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Von |2021-06-14T10:55:14+02:00Juni 14th, 2021|Besser reiten mit Tine, Kreis-Meister-Konzept|0 Kommentare

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